Mediathek

Der junge Wisentstier konnte nicht platziert und musste deshalb getötet werden

Medienmitteilung des Vereins Wisent im Thal vom 14. April, 16 Uhr Von der Wisentherde des Projekts Wisent Thal im solothurnischen Welschenrohr musste heute ein junger Stier, der 2023 im Gehege...

Gehegefläche verdoppelt: Die Wisente haben jetzt 100 ha zur Verfügung

Medienmitteilung des Vereins Wisent im Thal vom 12. Sep. 2024, 9 Uhr Seit dem 3. November 2022 nutzt die Wisentherde auf der Sollmatt in Welschenrohr ein rund 50 ha grosses Gehege mit Wald, Wiesen...

Ergebnisse der Umfrage «Akzeptanz der Wiederansiedlung des Wisents im Solothurner Jura»

Medienmitteilung des Vereins Wisent im Thal vom 11. April, 16 Uhr Die Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) hat im Mai 2023 eine Umfrage zur Akzeptanz der Wiederansiedlung des...

Geburt des ersten Wisentkalbs im Solothurner Jura

In der Nacht auf den 4. Juli wurde das erste Wisentkalb im Gehege auf der Sollmatt, Welschenrohr, geboren. Es handelt sich sogar um die allererste Wisentgeburt im Solothurner Jura seit rund 1000...

Eingewöhnungsgehege geöffnet: Die Wisente dürfen jetzt das 50 ha grosse Gehege nutzen

Seit dem 15. September halten sich fünf Wisente auf der Sollmatt in Welschenrohr im 3 ha grossen Eingewöhnungsgehege auf. Bei den Tieren handelt es sich um einen dreijährigen Stier, drei Kühe in einem...

Die Wisente sind im Eingewöhnungsgehege in Welschenrohr

Die ersten fünf Wisente sind auf der Sollmatt in Welschenrohr eingetroffen und befinden sich nun im Eingewöhnungsgehege. Bei den Tieren handelt es sich um einen dreijährigen Stier, drei Kühe in einem...

Es geht los! Das Bundesgericht bestätigt die Rechtmässigkeit des Wisent-Projekts im Thal

Das Bundesgericht hat die Beschwerde abgewiesen und kommt dabei zum Schluss, dass sowohl die Behörden wie auch das Verwaltungsgericht die Prüfung unseres Vorhabens eingehend vorgenommen haben und die...

Freude herrscht! Das Verwaltungsgericht bestätigt die Rechtmässigkeit des Wisent-Projekts im Thal

Das Verwaltungsgericht hat die Beschwerden abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wurde. Es kommt dabei zum Schluss, dass insgesamt sowohl die kantonalen Departemente wie die kommunalen...

Verzögerungen beim Startschuss aufgrund der verbleibenden zwei Beschwerden

Aufgrund der verbleibenden zwei Beschwerden von Landwirten verzögert sich der Startschuss. Bei drei Beschwerden konnten wir mit Verhandlungen erreichen, dass sie zurückgezogen wurden. Im Rahmen des...

Nach der Initialisierungsphase setzt der Verein auf Thaler Kräfte

Darius Weber wird sein Mandat als interimistischer Projektleiter abgeben und auch sein Mandat im Vorstand des Vereins Wisent Thal niederlegen. Er wird ersetzt durch Stefan Schneider...

Kanton für die Bewilligungen zuständig – Gesuche per Ende Oktober geplant

Die kantonalen Behörden hatten dem Verein anfangs Sommer mitgeteilt, dass die Bewilligungen erst erteilt werden können, wenn das zuständige Bundesamt dem Projekt grundsätzlich zugestimmt habe. Auf ein...

Forschung im Auftrag

Manuel Babbi (2024) Auswirkungen von Wisenten auf Waldränder: Erstuntersuchung 2024

Manuel Babbi hat im Auftrag von Projekt Wisent Thal untersucht, wie sich Wisente auf Waldränder auswirken. Die Grundlagen-Aufnahme 2024 zeigt: Drei Waldränder im Gehege Welschenrohr erreichten 50–57 Punkte und gelten damit als ökologisch „wertvoll“ (). Die guten Werte sind vor allem auf zurückzuführen. Ob Wisente die Struktur langfristig fördern oder schädigen, wird eine .

Arbeiten von Studenten

Mario Flury (2025) – Rangerdienst beim Projekt Wisent Thal

Mario Flury widmete seine Abschlussarbeit im Ranger-Lehrgang 2024/25 dem Projekt Wisent Thal. Er lieferte mit seiner Arbeit Grundlagen für ein wirksames Besuchermanagement in der Projektphase III (Halbfreiheit der Wisente ohne Zaun), das durch ein Feedback-System, ein fachlich fundiertes Rangerkonzept, konfliktminimierende Massnahmen und ein langfristiges Monitoring die Projektziele sicherstellt.

Patrick Münger (2025) – Schutz von Einzelbäumen gegen die Schälung durch Wisente

Patrick Münger wollte 2025 in seiner Bachelorarbeit klären, wie gut Bäume mit Diagonaldrahtgeflecht, Wöbra-Baumschutzfarbe und WitaPro-Kunststoffgeflecht vor dem Schälen durch Wisente geschützt werden können. Im Feldversuch mit 260 stark schälgefährdeten Bäumen erwiesen sich alle drei Schutzmassnahmen als nahezu perfekt wirksam bei Kosten von CHF 4.60 bis 11.01 pro geschützten Baum. WitaPro wurde in einer Gesamtschau am besten bewertet.

Tobias Heiri (2024) – Mutterkühe und umgesiedelte Wisente auf geteiltem Weideland: Eine parasitologische Lagebeurteilung

In seiner Masterarbeit untersuchte Tobias Heiri die Parasitenfauna der Wisentherde und der Mutterkuhherde auf der Sollmatt. Er sammelte und analysierte dazu vom April 2023 bis März 2024 monatlich Kotproben. Er fand eine starke Überlappung der beiden Parasitenfaunen. Die Wisentherde wies aber einen stärkeren Befall mit Peitschenwürmern, Bandwürmern und Magen-Darm-Strongyliden und die Mutterkuhherde einen stärkeren Befall mit Leberegeln und Kryptosporidien auf.

Clara Lussi (2024) – Der Wisent: Aktivitätsmuster eines Rückkehrers.

Clara Lussi untersuchte in ihrer Maturaarbeit im Frühling 2024, ob im Verhalten der Wisente im Tagesverlauf ein spezifisches Aktivitätsmuster erkennbar ist und inwiefern sich die Herdenmitglieder dabei synchron verhalten. Die Wisente verbrachten durchschnittlich 40% des Tages mit Nahrungsaufnahme, 50% mit Ruhen und 10% mit Fortbewegung und anderen Aktivitäten, alles hochgradig synchronisiert. Es zeigten sich dabei keine klaren zeitlichen Muster.

Noah Manohar (2024) – Debarking habits of Bison bonasus in the Wisent Thal Project

Noah Manohar untersuchte das Rindenschälen der Wisente in seiner Masterarbeit 2023/24. 6% aller Bäume im Wisentgehege zeigten Schälwunden. Nadelbäume wurden gemieden und Laubbäume bevorzugt, ausser Buchen, die ungefähr entsprechend ihrer Häufigkeit geschält wurden. Hauptsächlich wurden dünne Bäume geschält; Stammdurchmesser über 36 cm wurden gemieden. Überraschenderweise zeigten 45% der geschälten Bäume bereits nach fünf Monaten Zeichen der Wundheilung.

Ramon Niederberger (2024) – Quantitative Analyse der Initiierung von Standortwechseln bei Wisenten

Ramon Niederberger beobachtete im Mai und Juni 2024 während 170 Stunden, wie häufig die einzelnen Wisente den Aufbruch der Herde an einen neuen Standort initiierten. Es gab keine «Leitkuh», die immer für die ganze Herde entschied. Der Einfluss der einzelnen Tiere auf die Herde war aber sehr unterschiedlich. Eine Kuh war besonders erfolgreich und löste 43% aller Ortswechsel aus, zehnmal mehr als die am wenigsten erfolgreiche erwachsene Kuh der Herde.

Andrea Bodmer (2023) – Von den Wisenten zum Schälen ausgewählte Waldbäume im Projekt Wisent Thal

Die Bachelorstudentin Andrea Bodmer untersuchte an einer Stichprobe von 1290 Bäumen, ob die Wisente im Winter 2022/23 Rinde abgeschält hatten bzw. welche Bäume verschont geblieben waren. Es zeigte sich, dass die Wisente am liebsten Bäume mit «Stangenholzdimensionen» (Stammdicke von 10 – 20 cm) schälten. Nadelhölzer und Rotbuchen wurden beim Schälen gemieden, dafür wurden Weiden, Eschen, Bergahorne und andere Laubhölzer bevorzugt.

Florio Büchler (2023) – Monitoring von Wildhuftieren im Projektgebiet Wisent Thal

Der Bachelorstudent Florio Büchler erarbeitete im Sommer 2023 eine praktikable Methode, um im Projektgebiet den Einfluss der Wisente auf die Verteilung der anderen Wildhuftiere zu dokumentieren. Er konnte zeigen, dass dies mit einer Stichprobe von kleinen Untersuchungsflächen im Wald gelingen kann, die regelmässig nach Huftierkot abgesucht werden. Die Methode ist ziemlich aufwändig und eignet sich nur für das Sommer-Halbjahr.

Nadja Haueter (2023) – Schälungen durch Wisente: Sind Laubbäume, die von Schälungen betroffen sind, noch am Leben?

Nadja Haueter überprüfte in ihrer Maturarbeit im Sommer 2023 die Vitalität von 100 Bäumen. die im vorangegangenen Winter von den Wisenten stark (mindestens 50% des Stammumfanges) geschält worden waren. Sie fand 69 vollständig gesunde, 22 kranke und 9 abgestorbene Bäume. Der Anteil kranker und abgestorbener Bäume war bei dünnen Bäumen grösser als bei dicken Bäumen.

Saskia Maeder (2023) – Temporal change in the shyness of captive-born wisents (Bos bonasus) towards humans

Saskia Maeder untersuchte in ihrer Bachelorarbeit das Fluchtverhalten der Wisente gegenüber Menschen. Sie oder ein Figurant näherten sich dazu in einer Reihe von Feld-Experimenten der Wisentherde und es wurden die Distanzen für die Reaktionen der Wisente auf die Annäherung gemessen. Es zeigte sich, dass die aus Wildpärken stammenden Wisente ihre sehr geringe Fluchtbereitschaft gegenüber Menschen im Verlauf des Sommers 2023 nicht vergrösserten.

Flavia Mondini (2023) – Auswirkung der neuen Wisentpräsenz auf die Wildtieraktivität im Gehege des Projekts «Wisent Thal»

Flavia Mondini analysierte im Sommer 2023 im Rahmen einer CAS-Arbeit anhand von Fotofallendaten über die Wildtiere und von GPS-Ortungen der Wisente, welchen Einfluss die neue Wisentpräsenz auf die Wildtiere im eingezäunten Perimeter hat. Bei den Huftieren zeigte sich kein Einfluss der Wisente, während die Raubtier-Aktivität nach Ankunft der Wisente zurückging (allerdings ohne räumlichen Zusammenhang mit der Aufenthaltshäufigkeit der Wisente).

Monika Tschumi (2023) – Veränderungen der menschlichen Aktivitäten auf der Sollmatt in Welschenrohr mit Ankunft der Wisente

Monika Tschumi überprüfte in ihrer CAS-Arbeit anhand von Fotofallendaten aus den Jahren 2019 bis 2023, ob sich die Häufigkeit menschlicher Aktivitäten im Bereich des Wisentgeheges nach Ankunft der Wisente verändert hatten. Seit der Ankunft der Wisente im September 2022 wurden mehr «Fussgänger» verzeichnet, während bei den Joggern, Bikern, Reitern und «Anderen» keine klaren Veränderungen erkennbar waren. Ob die Zunahme der Fussgänger durch die Anwesenheit der Wisente oder andere Ursachen begründet ist, muss allerdings offen bleiben.

Bilder sind erhältlich unter: dkphotography.ch